Deutschland holt WM Silber

Das deutsche Team ,um Trainer Matthias Wesemann ,hat bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro erfolgreich in der Mannschaftwertung Silber erkämpft. In der Männereinzelwertung ist Matthias zurück an der Spitze, er holte mittlerweile schon seine vierte Goldmedaille !!! Giacomo Gellert krönte die Teamleistung mit der Bronzemedaille.

Letzte Prüfung vor der Weltmeisterschaft

Die Hindernisbahn fand zur Mittagszeit am ersten Wettkampftag statt. Gerade einmal konnten wir auf der Bahn trainieren, da unter anderem das Wetter nicht mehr zuließ bis zum Wettkampftag. Dennoch gelang dem einen oder anderen eine gute Zeit. Dirk legte mit persönlicher Bestzeit in 2:04 min vor. Giacomo vertrat sich beim neunten Hindernis und ließ so eine gute Zeit liegen. Mit 2:08 min war er wegen des Fehlers dennoch nur fünf Sekunden hinter seiner Bestzeit. Jörg konnte in 2:13 min sein Potenzial nicht ausschöpfen. Isabel erreichte eine durchschnittliche Zeit. Es gewann der Pole Morek in sehr guten 1:47 min.

Am frühen Abend fand das Lebensrettungsschwimmen statt. Bei dieser Disziplin konnten wir gute Zeiten erzielen. Jörg konnte mit 53,6 min einen hervorragenden zweiten Platz erschwimmen. Giacomo schwamm in 57,3 min nah an seine Bestzeit heran und auch Dirk bestätigte in 1:01 min seine von vor drei Wochen geschwommene Zeit. Isabel erreichte eine 1:03 min. Es gewann der pole Morek in starken 52,0 min.

Morgens am zweiten Wettkampftag folgte der Seemannschaftswettbewerb. Bester Deutscher war Giacomo in 3:45 min. Mit dieser Zeit wurde er auch dritter in dieser Disziplin trotz zweier Versuche beim Granatenwerfen mit anschließendem Knoten. Jörg machte ein durchschnittliches Rennen in 4:03 min und Dirk bekam neben seinen zwei Versuchen beim Granatenwerfen eine Strafe von 25 Sekunden zu seiner Zeit, da er einen Pflock auf dem Bootsmannstuhl verlor. Isabel absolvierte wieder ein durchschnittliches Rennen. Es gewann der Schwede Ekman in 3:27 min.

Nachmittags folgte die vierte Disziplin, das Hindernisschwimmen. Schnellster Deutscher war Jörg in 1:03,3 min, was aber vier Sekunden von seiner Bestzeit entfernt war. Giacomo schwamm ein gutes Rennen und schlug in 1:03,5 min an, was nur eine Sekunde von seiner Bestzeit weg war. Dirk schwamm eine neue Bestzeit in 1:03,9 min. Isabel tauchte nur drei Sekunden an ihrer Bestzeit vorbei und schlug in 0:56 min an. Es gewann der Pole Szurmije in 0:55,4 min mit deutlichem Vorsprung auf Platz zwei.

Am letzten Wettkampftag wurde der amphibische Crosslauf ausgetragen. Jörg rannte in 10:38 min zu einem soliden Ergebnis. Dirk und Giacomo waren etwas schneller unterwegs und erreichten das Ziel in guten 9:57 min und 9:59 min. Giacomo hätte noch schneller sein können, wenn er beim Granatenwerfen nicht erst die fünfte in den Ring geworfen hätte. Es gewann der Pole Sliwinski in starken 9:23 min.

Sliwinski war es auch, der sich den Gesamtsieg sicherte mit einer hohen Punktzahl von 6237 Punkten. Bester Deutscher war Giacomo auf Platz fünf. Auf den Plätzen acht und neun folgten Dirk und Jörg. Dirk schaffte erstmals die 6000 Punkte Grenze. Isabel konnte sich in der letzten Disziplin leider nicht mehr weiter nach vorne bringen und beendete den Wettkampf mit einem soliden Ergebnis.

Der Wettkampf stand ganz im Zeichen des Trainings. So war es fast zu erwarten, dass nicht die ganz großen Würfe gelandet werden konnten, aber das Training ist komplett auf die WM ausgerichtet und dort werden wir zur Stunde Null topfit sein und Bestleistungen aufstellen. Die Polen haben eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt und verdient die Mannschaftswertung vor uns gewonnnen. Für sie heißt es aber, das Level zu halten, während wir jetzt auf dem Weg nach oben sind, indem nur noch kleine Spitzen gesetzt werden und sich viel erholt wird. Die Vorbereitung war gut und jetzt soll sie auch Früchte tragen, indem wir uns den WELTMEISTERTITEL sichern, im EINZEL wie auch mit der MANNSCHAFT.

Deutsches Team zeigt Stärke

beim Internationalen Vergleichswettkampf

Vom 28.05.-30.05.2013 fand der erste Wettkampf der Saison im Maritimen Fünfkampf statt. Austragungsort war Eckernförde, sowie die Universitätsschwimmhalle in Kiel. Neben Deutschland meldeten Polen, Dänemark, Finnland und Brasilien Wettkämpfer an. Damit waren bis auf Weltmeister Schweden alle starken Nationen vertreten. Nach etlichen Regentagen hatten wir pünktlich zum Wettkampf Glück mit dem Wetter. Gerade im Hinblick auf die Hindernisbahn und den Seemannschaftswettkampf ist es wichtig trockenes Wetter zu haben. Trainer und Spitzensportler Matthias meldete sich bei jeder Disziplin relativ schlecht, damit er nach seinem Wettkampf Zeit hatte, um uns anzufeuern und um die Technik zu analysieren.

Die Hindernisbahn am ersten Tag war ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Matthias kam mit einem sehr guten lauf in 1:44 min sehr nah an seine Bestleistung von 1:43 min heran und konnte die Disziplin gewinnen. Björn setzte eine neue Bestmarke in 1:55 min und konnte den dritten Platz belegen. Weiterhin verbesserte sich Dirk von 2:13 min auf 2:07 min. Giacomo und Jörg zeigten für ihr Leistungsvermögen solide Zeiten in 2:05 min und 2:06 min. Dafür, dass wir in diesem Jahr noch nicht oft auf der HiBa trainieren konnten, waren die Zeiten ansprechend. Im Hinblick auf das kommende Training und die WM sind wir guten Mutes, die Zeiten weiter zu drücken und Bestleistungen zu erzielen.

Am Nachmittag fand in der Schwimmhalle in Kiel das Lebensrettungsschwimmen statt. Nach der HiBa dachten wir, dass die Muskeln erstmal Erholung benötigen, aber unsere Körper haben an diesem Tag die Belastung gut weggesteckt, so wurden auch in der zweiten Disziplin durchweg gute Ergebnisse erzielt. Jörg gewann die Disziplin in starken 0:53 min. Giacomo schwamm nah an seine Bestleistung heran in 0:58 min, genauso wie Matthias in 1:01 min. Björn und Dirk stellten neue Bestleistungen auf in 1:04 min und 1:01 min. Durch diese Leistungen am ersten Tag sind die Polen nicht allzu weit weggezogen, wie es sonst der Fall ist in der Mannschaftswertung.

Am zweiten Tag wurde zunächst der Seemannschaftswettkampf ausgetragen. Dichte Wolken, starker Wind und gelegentlicher Regen prägten das Wetter. Dennoch absolvierte Giacomo ein grandioses Rennen ohne Fehler und gewann diese Disziplin in 3:28 min. Auch Jörg absolvierte ein gutes Rennen und wurde vierter in 3:42 min, hatte aber etwas Glück, so konnte er zweimal starten, da sein Riemen beim Rudern brach. Zuvor hatte er einige Sekunden verloren beim Granatenwerfen und dem Palstekknoten. Matthias und Dirk machten einen guten ersten Teil an Land, verloren dann aber beim Öffnen der Schäkel viel Zeit und mussten sich mit 3:56 min und 4:03 min zufrieden geben. Björn machte eigentlich ein gutes Rennen in 3:53 min, musste aber einen Penalty hinnehmen und beendete das Rennen in 4:18 min, da er eine Boje nicht ordnungsgemäß umruderte.

Nachmittags folgte das Hindernisschwimmen in Kiel. Hier gewann fast erwartungsgemäß der Pole Szurmiej in 0:58 min gefolgt von Jörg und Matthias in 0:59 min, sowie 1:00 min. Beide machten ein fehlerfreies Rennen und konnten zufrieden sein. Giaco machte auch ein gutes Rennen mit seinen neuen Flossen in 1:03 min, genauso wie Dirk, der in 1:04 min eine neue Bestzeit aufstellte. Einzig Björn konnte mit seiner Zeit nicht zufrieden sein in 1:11 min, da er viel mehr auf dem Kasten hat.

Nach den ersten vier Disziplinen holten wir uns den ersten Platz in der Mannschaftswertung zurück und lagen schon uneinholbar 100 Punkte vor Polen und 300 vor Brasilien. Die letzte Disziplin sollte eigentlich nur noch ein ablaufen sein, stellte sich aber doch als schwierig am nächsten Tag heraus. Regen und matschiger Boden machten einen schnellen Lauf unvorstellbar. So gewann der Pole Sliwinski in 10:38 min ohne Fehler, was für diese Verhältnisse eine sehr gute Zeit war. Björn wurde in 11:09 min zweiter und war zufrieden. Pech hatten Matthias und Giaco, die beide sechs Granaten werfen mussten. Giaco musste zudem noch in die Strafrunde und verlor wertvolle Sekunden. Matthias beendete das Rennen in 11:14 min und Giaco in 11:32 min. Pech hatte zudem auch Dirk. Bei ihm streikte die Waffe und er musste dreimal das Magazin wechseln und immer wieder zur Ruhe kommen und neu die Scheiben anvisieren, was sich auch deutlich auf die Zeit auswirkte in 11:35 min. Jörg lieferte sich noch einen Zielsprint mit dem Polen Morek, den Jörg für sich entscheiden konnte.

In der Einzelwertung waren alle deutschen Starter dank guter Leistung unter den ersten 10. Etwas Pech hatten wir dennoch. Sliwinski zog an Matthias vorbei und gewann die Einzelwertung mit vier Punkten oder zwei Sekunden Vorsprung vor Matthias aufgrund des amphibischen Geländelaufes. Morek konnte seinen dritten Platz behaupten und war lediglich zwei Punkte oder eine Sekunde vor Jörg. Giaco wurde fünfter mit einer guten Punktzahl. Dirk erreichte den neunten Platz mit neuer persönlicher Punktbestleistung vor Björn, der auf den zehnten Platz kam. In der Mannschaftswertung festigten wir den ersten Platz mit knapp über hundert Punkten Vorsprung.

Nach der Siegerehrung fand am Nachmittag eine Grillparty statt und es gab Freigetränke.

Als Mannschaft sind wir geschlossen aufgetreten und konnten überzeugen. Wenn wir durch gezieltes Training die persönlichen Schwächen beseitigen und die Stärken noch weiter verbessern, kann es eine sehr erfolgreiche Weltmeisterschaft im Juli werden. Der nächste Prüfstein im weiteren Verlauf wird die nordische Meisterschaft in Finnland im Juni sein.

Sommertrainingslager in Berga

Vom 28.04.-06.05.2013 haben wir unser wettkampfspezifisches Trainingslager in der Nähe von Stockholm absolviert.

Der Trainer der Schweden hat uns herzlich empfangen und die Woche über mehr oder weniger begleitet. Wenn er nicht zur Stelle war, dann war ein Mitglied des Teams sofort bereit uns zu unterstützen bei organisatorischen Dingen.

Die Unterkünfte waren in der gleichen Kaserne wie letztes Jahr zur Weltmeisterschaft und das Essen war alles in allem auch sehr gut. Das Wetter war beständig, es regnete nur sehr vereinzelt. Zu schaffen machte nur der kalte Wind und die etwas kalten Temperaturen gerade im Hinblick auf Seemannschaft und Hindernisbahn. Zusammengefasst hatten wir aber sehr gute Trainingsbedingungen, um uns auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Hauptaugenmerk legten wir in diesem Trainingslager auf die Hindernisbahn und die Seemannschaft, hatten wir doch gerade beim letzteren arge Probleme bei der Aufrechterhaltung des Trainings in Eckernförde wegen der Sperrung bestimmter Bereiche im Hafen. Allgemein standen vier Trainingseinheiten am Tag auf dem Programm. Wir merkten alle schon am ersten Tag, dass dieses Trainingslager hart werden wird. Wir kämpften mit den Witterungen und mit den teils schwierigen Trainings und-Wettkampfstätten und kamen dennoch mehr und mehr damit zurecht.

Am Ende des Trainingslagers fand ein Trainingswettkampf statt. Normalerweise finden die fünf Disziplinen an vier Tagen statt. Wir führten den Wettkampf in anderthalb Tagen durch. Einige Fehler wurden gemacht, aber zu diesem Zeitpunkt der Saison ist das noch zu verkraften. Trotzdem ist es umso bemerkenswerter, dass trotz der Fehler gute Zeiten erbracht wurden. Diese waren zum Teil schon konkurrenzfähig im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Rio.

Neben dem Training waren wir natürlich auch noch als Touristen unterwegs. So besuchten wir beispielsweise am Mittwoch die Hauptstadt Stockholm.

Die nächste Aufgabe in diesem Jahr wird der Regio in Eckernförde vom 28.05.-30.05.2013 sein. Die Sportler sind schon heiß darauf, ein erstes Ausrufezeichen zu setzen.