Deutsches Team zeigt Stärke

beim Internationalen Vergleichswettkampf

Vom 28.05.-30.05.2013 fand der erste Wettkampf der Saison im Maritimen Fünfkampf statt. Austragungsort war Eckernförde, sowie die Universitätsschwimmhalle in Kiel. Neben Deutschland meldeten Polen, Dänemark, Finnland und Brasilien Wettkämpfer an. Damit waren bis auf Weltmeister Schweden alle starken Nationen vertreten. Nach etlichen Regentagen hatten wir pünktlich zum Wettkampf Glück mit dem Wetter. Gerade im Hinblick auf die Hindernisbahn und den Seemannschaftswettkampf ist es wichtig trockenes Wetter zu haben. Trainer und Spitzensportler Matthias meldete sich bei jeder Disziplin relativ schlecht, damit er nach seinem Wettkampf Zeit hatte, um uns anzufeuern und um die Technik zu analysieren.

Die Hindernisbahn am ersten Tag war ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Matthias kam mit einem sehr guten lauf in 1:44 min sehr nah an seine Bestleistung von 1:43 min heran und konnte die Disziplin gewinnen. Björn setzte eine neue Bestmarke in 1:55 min und konnte den dritten Platz belegen. Weiterhin verbesserte sich Dirk von 2:13 min auf 2:07 min. Giacomo und Jörg zeigten für ihr Leistungsvermögen solide Zeiten in 2:05 min und 2:06 min. Dafür, dass wir in diesem Jahr noch nicht oft auf der HiBa trainieren konnten, waren die Zeiten ansprechend. Im Hinblick auf das kommende Training und die WM sind wir guten Mutes, die Zeiten weiter zu drücken und Bestleistungen zu erzielen.

Am Nachmittag fand in der Schwimmhalle in Kiel das Lebensrettungsschwimmen statt. Nach der HiBa dachten wir, dass die Muskeln erstmal Erholung benötigen, aber unsere Körper haben an diesem Tag die Belastung gut weggesteckt, so wurden auch in der zweiten Disziplin durchweg gute Ergebnisse erzielt. Jörg gewann die Disziplin in starken 0:53 min. Giacomo schwamm nah an seine Bestleistung heran in 0:58 min, genauso wie Matthias in 1:01 min. Björn und Dirk stellten neue Bestleistungen auf in 1:04 min und 1:01 min. Durch diese Leistungen am ersten Tag sind die Polen nicht allzu weit weggezogen, wie es sonst der Fall ist in der Mannschaftswertung.

Am zweiten Tag wurde zunächst der Seemannschaftswettkampf ausgetragen. Dichte Wolken, starker Wind und gelegentlicher Regen prägten das Wetter. Dennoch absolvierte Giacomo ein grandioses Rennen ohne Fehler und gewann diese Disziplin in 3:28 min. Auch Jörg absolvierte ein gutes Rennen und wurde vierter in 3:42 min, hatte aber etwas Glück, so konnte er zweimal starten, da sein Riemen beim Rudern brach. Zuvor hatte er einige Sekunden verloren beim Granatenwerfen und dem Palstekknoten. Matthias und Dirk machten einen guten ersten Teil an Land, verloren dann aber beim Öffnen der Schäkel viel Zeit und mussten sich mit 3:56 min und 4:03 min zufrieden geben. Björn machte eigentlich ein gutes Rennen in 3:53 min, musste aber einen Penalty hinnehmen und beendete das Rennen in 4:18 min, da er eine Boje nicht ordnungsgemäß umruderte.

Nachmittags folgte das Hindernisschwimmen in Kiel. Hier gewann fast erwartungsgemäß der Pole Szurmiej in 0:58 min gefolgt von Jörg und Matthias in 0:59 min, sowie 1:00 min. Beide machten ein fehlerfreies Rennen und konnten zufrieden sein. Giaco machte auch ein gutes Rennen mit seinen neuen Flossen in 1:03 min, genauso wie Dirk, der in 1:04 min eine neue Bestzeit aufstellte. Einzig Björn konnte mit seiner Zeit nicht zufrieden sein in 1:11 min, da er viel mehr auf dem Kasten hat.

Nach den ersten vier Disziplinen holten wir uns den ersten Platz in der Mannschaftswertung zurück und lagen schon uneinholbar 100 Punkte vor Polen und 300 vor Brasilien. Die letzte Disziplin sollte eigentlich nur noch ein ablaufen sein, stellte sich aber doch als schwierig am nächsten Tag heraus. Regen und matschiger Boden machten einen schnellen Lauf unvorstellbar. So gewann der Pole Sliwinski in 10:38 min ohne Fehler, was für diese Verhältnisse eine sehr gute Zeit war. Björn wurde in 11:09 min zweiter und war zufrieden. Pech hatten Matthias und Giaco, die beide sechs Granaten werfen mussten. Giaco musste zudem noch in die Strafrunde und verlor wertvolle Sekunden. Matthias beendete das Rennen in 11:14 min und Giaco in 11:32 min. Pech hatte zudem auch Dirk. Bei ihm streikte die Waffe und er musste dreimal das Magazin wechseln und immer wieder zur Ruhe kommen und neu die Scheiben anvisieren, was sich auch deutlich auf die Zeit auswirkte in 11:35 min. Jörg lieferte sich noch einen Zielsprint mit dem Polen Morek, den Jörg für sich entscheiden konnte.

In der Einzelwertung waren alle deutschen Starter dank guter Leistung unter den ersten 10. Etwas Pech hatten wir dennoch. Sliwinski zog an Matthias vorbei und gewann die Einzelwertung mit vier Punkten oder zwei Sekunden Vorsprung vor Matthias aufgrund des amphibischen Geländelaufes. Morek konnte seinen dritten Platz behaupten und war lediglich zwei Punkte oder eine Sekunde vor Jörg. Giaco wurde fünfter mit einer guten Punktzahl. Dirk erreichte den neunten Platz mit neuer persönlicher Punktbestleistung vor Björn, der auf den zehnten Platz kam. In der Mannschaftswertung festigten wir den ersten Platz mit knapp über hundert Punkten Vorsprung.

Nach der Siegerehrung fand am Nachmittag eine Grillparty statt und es gab Freigetränke.

Als Mannschaft sind wir geschlossen aufgetreten und konnten überzeugen. Wenn wir durch gezieltes Training die persönlichen Schwächen beseitigen und die Stärken noch weiter verbessern, kann es eine sehr erfolgreiche Weltmeisterschaft im Juli werden. Der nächste Prüfstein im weiteren Verlauf wird die nordische Meisterschaft in Finnland im Juni sein.

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